Andreas Audretsch, wie retten wir unsere Wirtschaft? (MdB, Grüne)

Shownotes

Mit Andreas Audretsch sprechen Louise und Albert über die Krise der politischen Mitte, den Aufstieg der AfD und die Frage, warum Regierungen in Deutschland so häufig an ihrer Kommunikation scheitern. Außerdem erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, wie Deutschland wirtschaftlich wieder wachsen kann, welche Reformen jetzt notwendig sind und welche Rolle Energiepolitik dabei spielt. Außerdem sagt er, ob Schwarz-Grün für ihn eine realistische Perspektive wäre – und überrascht zum Schluss mit seinen Musikwunsch.

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00:00:01: Kaffee und Fluchen, ein Podcast von Schidopolis.

00:00:09: Hallo

00:00:13: Leute!

00:00:13: Wir begrüßen euch zu einer neuen Folge von unserem Podcast Kaffe im Fluch und wir freuen uns heute besonders dass der grünen Bundestagsabgeordnete und deren stellvertretender Fraktionsvorsitzende Andreas Audrichsbunz zu Gastas herzlich willkommen.

00:00:25: Danke für die Einladung.

00:00:26: Die sparsrote Koalition ist so unbeliebt wie nie.

00:00:31: Der Streitschein, die ganze Zeit nicht aufzuhören.

00:00:33: Vermisst du da manchmal die Ampel?

00:00:37: Ich glaube zumindestens dass jetzt sehr viele Menschen Schritt für Schritt wahrnehmen und denken es war nicht alles schlecht in der letzten Legislaturperiode.

00:00:46: War ja zwischendrin auch wenn man Friedrich Merz zugehört hat der Fall das man das glauben konnte.

00:00:51: Und ich glaube tatsächlich, dass die Ampel wirklich ein Projekt hatte in vielen Belangen.

00:00:57: Also eine Modernisierung des Landes.

00:00:58: da haben wir ganz viel vorangebracht was das Staatsbürgerschaftsrecht angeht aber auch die Rechte von Minderheiten angeht also ganz vieles was wir da wirklich gut vorangebracht haben.

00:01:09: Und auch letztlich wirtschaftspolitisch, wenn man jetzt mal vergleicht Robert Habeck, Katharina Reiche bei der Frage lösen wir Probleme die wir haben eigentlich nach vorne auf.

00:01:19: Haben wir eine Idee dass wir erneuerbare neue Technologie und Investitionen in Zukunft der Wirtschaft irgendwie eine Perspektive geben?

00:01:26: Da war vieles Gutes!

00:01:28: Und trotzdem kann man nicht am Ende verhehlen, dass natürlich auch uns es am Ende nicht gelungen ist daraus wirklich einen Aufbruch zu machen und den Spirit zu halten.

00:01:37: Ich wünsche mir das für Deutschland egal ob jetzt Ampel oder die jetzige Koalition, weil ich glaube wir brauchen das.

00:01:45: Mit Christian Lindner hatte ich ein gutes Arbeitsverhältnis über die Zeit in der Ampel und das, glaube ich, beschreibt es ganz gut.

00:01:53: Ich glaub man muss in der Politik nicht am Ende komplett übereinstimmen irgendwie sich toll verstehen noch jeden Abend ein Bierchen trinken wollen um gut zusammenzuarbeiten Und das haben wir immer wieder gemacht.

00:02:06: dann haben wir uns auch gezofft und dann haben Wir uns auch öffentlich hin und wieder gesagt dass wir überhaupt nichts davon halten was der jeweils andere macht, aber wir haben es immer wieder auch geschafft Lösungen zu finden.

00:02:17: Und das ist glaube ich was wichtig ist und vor allem das Allerwichtigste.

00:02:21: wenn man sich am Ende bei einem Ende einer Verhandlung die Hand gibt dann muss es gelten.

00:02:27: Das ist zumindest eine Prämisse die ich für mich versuche immer einzuhalten.

00:02:34: nach Arbeitsschluss noch mal ein Bierchen getrunken hast, oder war das so?

00:02:38: nicht der Spirit?

00:02:39: Doch.

00:02:39: Also absolut!

00:02:40: Es gibt Leute die ich bis heute schätze ob jetzt Bierchen oder nicht.

00:02:47: wir haben Tage und Nächte verbracht, haben verhandelt, haben irgendwie die Zeit um die Ohren geschlagen um wirklich immer wieder versucht Lösungen zu finden.

00:02:57: Lukas Köhler ist zum Beispiel einer, der glaub ich ein ernsthaftes und auch originäres Interesse daran hat Klimaschutz voranzubringen.

00:03:07: Die Wirtschaft voranzubringen und neue Technologien damit zu verbinden.

00:03:13: Er hat häufig andere Instrumente gehabt auf den Emissionshandel sehr gesetzt Und wir haben uns dann bei bei Fragen auch waren wir uns nicht immer einig.

00:03:21: Aber das ist jemand bei dem ich bis heute glaube dass er ein ernstzunehmendes und wichtiges Anliegen hat.

00:03:29: Und wenn man das hat, dann kann ich aus dieser Perspektive schon mal sehr gut Tieren und Gut finden?

00:03:34: Würdest du sagen, es kam jetzt gerade beim FDP-Parteiltag so ein bisschen rüber, dass die Stimmung vorherrschte, dass man sich bei Randthemen schnell geeinigt hat in der Ampel und dann eben bei zentralen Wirtschaftsthemen nicht so viel bewegt hat wie man sich das gewünscht hätte ... Und du hast gerade als ersten beiden Projekte auch das Staatsbürgerschaftsrecht und den Schutz von Minderheiten, also wahrscheinlich der Selbstbestimmungsgesetz genannt.

00:03:56: Gehst du mit bei der These oder sagst du, die ist komplett falsch?

00:04:01: Was sind so die Fehler, die du siehst?

00:04:03: Ich würde als erstes nicht sagen ... dass man diese Unterscheidung so machen kann.

00:04:09: Also zum Beispiel haben wir mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz eine Frage behandelt in der Ampel, die unglaublich wichtig für die Wirtschaft in Deutschland ist und parallel natürlich Zugänge für Menschen.

00:04:22: Die Frage sind wir ein Immigrationsgesellschaft ja oder nein?

00:04:25: Ich würde absolut einwandfrei Ja sagen.

00:04:30: So das einmal offensiv anzugehen und zu sagen werden nur erfolgreich sein wenn wir es offensiver angehen.

00:04:36: Also deswegen würde ich diese Unterscheidung in groß und klein nicht in gleichem Maße teilen.

00:04:40: Das zweite ist aber selbst wenn man das tut, dann haben wir in der Ampel auch im Zusammenhang Wirtschaftspolitik enorme Schritte nach vorne gemacht, enorme Fragen begonnen zu lösen.

00:04:54: Man darf nicht vergessen, dass gilt für die Regierung jetzt die letzte, die Ampel, aber es gilt auch für die jetzige Regierung dass wir mit riesigen Krisen und riesigen Problemlagen auch in Deutschland konfrontiert sind.

00:05:08: Das ist zum einen natürlich die Corona-Krise gewesen, dann ist es die Frage des Angriffsputins auf die Ukraine.

00:05:15: Die Energie- und Wirtschaftskrise, die damit einhergegangen ist jetzt die Iran-Krisi dazu.

00:05:21: Und was man nicht vergessen darf, ergänzend ist es ja ein riesiger Investitionsstau in Deutschland.

00:05:27: So, das mal ... Betrachtet muss man sagen, dass wir in der Ampelzeit enorme Vortritte gemacht haben.

00:05:34: Wir haben Preise stabilisiert und Dinge gemacht, die in Deutschland unvorstellbar waren.

00:05:38: Wir hatten Gaspreise gedeckelt am Ende mit der FDP einfach weil es im Moment notwendig war, es zu tun.

00:05:46: Die Realität hat uns das vorgegeben, das zu tun und wir sagten ja, die Menschen werden das nicht tragen können.

00:05:50: Wir deckeln jetzt die Preise um Sicherheit zu geben.

00:05:55: Das war die Frage, die im Raum stand ... dass in den Jahren nach dem Angriffskrieg von Vladimir Putin zu jeder Zeit jede Fabrik genug Energie hatte, um arbeiten zu können.

00:06:07: Das war nicht sicher!

00:06:08: Man vergisst das manchmal.

00:06:09: Aber genau diese Frage stand im Raum.

00:06:10: Wir haben dafür gesorgt, dass jede Wohnung zu jedem Zeitpunkt warm war im Winter.

00:06:14: Auch das stand völlig offen.

00:06:16: Wir hatten einen Herbst, in dem wir in den Winter gegangen sind und nicht abschließend sagen konnten wie wird es denn sein am Ende?

00:06:22: Und es hat immer funktioniert.

00:06:24: Und das zweite Um in die Zukunft quasi zu gehen.

00:06:28: Der ganze Ausbau der erneuerbaren Endbürokratisierung in dem Zusammenhang, ein Spirit auf den Weg zu bringen und zu sagen wir werden diese Fragen eben nur lösen wenn wir bei der Chipproduktion vorankommen, wenn wir irgendwie eine Idee kriegen.

00:06:40: wie kann die zukünftige Innovation noch aussehen?

00:06:42: Da ist wahnsinnig viel passiert in der Zeit!

00:06:44: Und ich glaube genau das ist so einen Moment oder so ein Punkt an dem Menschen jetzt auch zunehmend merken was da eigentlich alles passiert ist, wenn man jetzt mit dem Rückblick und dem Vergleich auch ein bisschen sieht.

00:06:58: Was jetzt passiert?

00:06:58: Was damals passiert es?

00:07:00: Und wie gut auch vieles davon war, was damals passiert ist.

00:07:02: Aber die Bürokratie darüber beschweren sich die Unternehmer in Nahtbevok unverändert.

00:07:07: Das stimmt.

00:07:08: Da würde ich die wenigsten sagen, dass der Ampel etwas vorangebart hat...

00:07:11: Das stimmt!

00:07:12: Ich habe einen ganz speziellen Fall und das ist wirklich exemplarisch wichtig.

00:07:19: Wir haben in diesem Kontext dessen, was in der Krise vorangebracht werden musste gezeigt wie es funktionieren kann.

00:07:27: Die LNG Terminals sind in einer Geschwindigkeit aufgebaut worden weil wir eine Fokussierung auf das Thema hatten weil alle sich bemüht haben quasi die Probleme wegzuräumen die da am Rande lagen auch die Bürokratie vor Ort die Genehmigungen alle darauf ausgerichtet waren dass es jetzt schnell gehen muss Weil alle wussten sonst werden wir in eine krise reinschlittern die in diesem land vielleicht auch nicht mehr zu beherrschen ist.

00:07:49: Und das zweite beim Ausbau von erneuerbaren Energien, alle die sich einen Solarkraftwerk an den Balkon oder aufs Dach packen wollen oder damals wollten und jetzt vielleicht wollen werden feststellen wie unglaublich wir entbürokratisiert haben.

00:08:06: also früher muss man Anmeldungen in raun Mengen machen jetzt muss man noch eine Anmeltung und das Ding einstecken.

00:08:11: dann ist man durch damit Was Bürokratieabbau, wenn es tatsächlich das Raussaugen von Dingen die einen aufhalten beinhaltet und nicht das Schleif aller Standards.

00:08:23: Da bin ich nichts zu haben für aber das Rausaugen der ganzen überflüssigen Fragen, die wir in diesem Land haben wie viel das bringen kann?

00:08:30: Das heißt nicht dass wir's in jedem anderen Bereich schon haben.

00:08:32: da ist noch viel zu tun Aber wir haben Schritt für Schritt uns einige Bereiche vorgenommen das tatsächlich umgesetzt Und das muss dringend weitergehen weil wir noch ganz ganz viel zu Tun haben.

00:08:42: Wenn man sich die aktuellen Umfragen anschaut, sind die Grünen ja wieder auf so einem Vormarsch.

00:08:47: Also ich glaube im Vergleich zum März waren es jetzt vier Prozentpunkte noch mal zugelegt und die Koalition gerade ist so unbeliebt wie noch nie.

00:08:58: bereitet ihr euch schon so innerlich darauf vor dass es zb eine schwarz-grüne Koalition geben könnte?

00:09:06: Also erstmal ist etwas eingetreten was mich natürlich freut, nämlich dass Leute zunehmend wieder Vertrauen haben darin.

00:09:19: Dass das was wir sagen mit der Realität so übereinstimmt, dass wir eine gute Lösung für die Zukunft daraus bauen können.

00:09:27: also wenn wir günstige Energie haben wollen dass wir dann erneuerbarer ausbauen müssen und nicht auf Gas setzen sollten, nicht auf Öl setzen.

00:09:35: Dass wir uns nicht abhängig machen sollten von Diktatoren, Autokraten, Krisen oder Kriegen in dieser Welt.

00:09:42: Und das ist eine Idee, die gab es schon mal in großem Maße.

00:09:49: ist dann einmal mehr.

00:09:51: Haben das Leute geschafft, das wieder zu unterminieren?

00:09:53: Jetzt sind wir wieder an dem Punkt und die Leute haben das Gefühl genau dass es der Weg.

00:09:57: auch die Frage zum Beispiel E-Autos.

00:09:59: Wir sehen gerade einen enormen Anstieg beim Absatz von E Autos Und genauso Wärmepumpen.

00:10:06: Enorme Absatzanstieg von Wärmepumpen, weil Leute verstehen das sind die Technologien der Zukunft, dass ist das was funktioniert?

00:10:12: Das ist das Pragmatische, das ist das Günstige, das macht das Leben besser!

00:10:16: Das schützt auch noch das Klima und das macht uns unabhängig... ...das macht uns resilient.

00:10:19: ich könnte durchgehen so und dass das funktioniert und dass es bei uns am Ende einzahlt ist glaube ich natürlich gut für uns als Partei aber auch gut für das Land.

00:10:30: Ich habe überhaupt gar kein Interesse, dass die Koalition von CDU, SPD, Friedrich Merz.

00:10:37: Den Weg den wir gerade sehen weitergeht und auch in den Umfragen immer schlechter wird.

00:10:42: Ich will dass die durchhalten und dass sie eine anständige Politik machen und das wir uns als Land aufgeben möbelt kriegen und dass sich eine Hoffnung auf Veränderung und Zukunft durchsetzt.

00:10:54: Also ich hab nichts an Interesse daran, dass Friedrich Mert am Ende da nicht erfolgreich ist.

00:10:59: nur das was wir sehen im Moment ist nicht so, als dass ich sagen würde.

00:11:08: Dass die Hoffnung groß ist, dass das im Moment besser wird.

00:11:12: Dann lass uns doch diesen positiven Blick einmal versuchen.

00:11:15: Gibt es denn irgendwas was du gerade an der Regierung gut findest?

00:11:18: Gibt's irgendeine Ministerin wo du sagst, die machen grade schon eine gute Arbeit und das musst du auch erkennen bei allem was du kritisierst.

00:11:28: also Es war ja immer der Klassiker in den letzten Wochen zu sagen, aber in der Außenpolitik.

00:11:36: Jetzt wissen wir seit heute dass die Bewerbung für den Sicherheitsrat jetzt auch nicht erfolgreich gewesen ist aus Gründen wenn man humanitäre Hilfe einstellt Wenn man nicht hinreißt dann passiert das.

00:11:50: Trotz allem würde ich Friedrich Merz zugestehen.

00:11:54: Und das ist in der heutigen Zeit schon etwas, was bemerkenswert und erwähnenswert ist, finde ich, dass er im Grunde einen Kompass auf ein geeintes Europa-und eine demokratische Grundausrichtung, das er sich da sehr klar entschieden hat.

00:12:10: Mir ist es wichtig auch vor dem Hintergrund, dass wir im Wahlkampf noch eine Abstimmung gesehen haben mit der AfD und ich mittlerweile das Gefühl habe andere treiben das voran, andere stehen da nicht.

00:12:20: Ich hab aber das Gefühl, dass Friedrich Merz als Person an dieser Stelle steht in so grundfesten der Demokratie.

00:12:28: Und ich hoffe, dass er das aufrecht erhalten kann und wird.

00:12:33: So, ich habe auch die Anforderungen an ihn.

00:12:34: Sonst werden wir sehr laut werden.

00:12:37: Aber wenn er das schafft diesen Punkt keine Zusammenarbeit mit der AfD aufrecht zu erhalten ist es etwas schon was ich quasi als positiv erwähnenswert finde.

00:12:49: Die anderen Leute in der Union, hast du Angst, dass die Bandmauer fällt?

00:12:53: Da ist die Debatte zu.

00:12:55: Kriegst du sie schon mit so auf den Gängen im Bundestag?

00:12:58: Also ich bin überzeugt davon, dass es keine ausgemachte Sache ist in der Union.

00:13:06: Ich habe in den letzten Monaten sehr hart kritisiert zum Beispiel dass die Union im Bundestag und allen voran Jens Spahn durchgesetzt hat, das der Verein R-Einundzwanzig jetzt eine Förderung aus dem Bundeshaushalt bekommt.

00:13:27: Wo der Chef Herr Röder ganz dezidiert sagt er möchte, er nennt das konditionierte Gesprächsbereitschaft also Kooperation zusammenarbeit mit der AfD möglich machen vorantreiben und die Bedingungen dafür ausloten.

00:13:43: Die Frage zu beantworten warum möchte jemand, dass diese Förderung passiert?

00:13:49: Warum möchte jemand das diese Gespräche vorbereitet werden?

00:13:51: vor zwei oder drei Jahren als Herr Röder, das war damals Chef der Grundwertekommission.

00:13:57: Das ist das erste Mal gesagt hat, ist das gesamte CDU-Präsidium dagegen vorgegangen und er hat den Vorsitz niederlegen müssen.

00:14:03: Jetzt scheint es zu einem Raum zu werden in dem man besprechen möchte.

00:14:07: Und das bringt schon bei mir die großen Zweifel inwieweit die Union Union insgesamt stark genug sein wird, an dieser Stelle Klarheit walten zu lassen.

00:14:21: Ich habe da meine Zweifel.

00:14:23: Ich glaube das es für das demokratische System in Deutschland verheerend wäre wenn das passieren würde.

00:14:28: ich glaube auch dass die AfD vor allem ein Ziel hat nämlich die Union zu zerstören.

00:14:32: wir sehen das in ganz vielen anderen Ländern in Europa dass letztlich die Konsequenz wäre und wenn wir am Ende eine eine AfD haben, der das gelingt.

00:14:46: Dann haben wir eine Destabilisierung der Demokratie insgesamt und daran kann auch niemand Interesse

00:14:50: haben.".

00:14:51: Die Grünen sind ja auch gerade bei der Wählerschaft ... Wir waren jetzt bei der Wahl damals in Thüringen auf dem Land mit Studopolis.

00:14:59: Und da habe ich gemerkt, dass immer die Programmatik der Grünen so das große Feindbild war.

00:15:07: Wenn man ins Inhaltliche so reingegangen dann war da gar nicht so viel dahinter.

00:15:12: Aber warum sind es ausgerechnet die Grünen, auf die sich so versteift wird?

00:15:18: Ich hab das Gefühl jetzt in dieser Legislaturperiode, in den letzten Monaten, dass die Wut und der Hass nachlässt.

00:15:27: Und für mich ist das ein gutes Zeichen.

00:15:29: Wir hatten Zeiten, in denen ich glaube viele glaubten auch in der CDU, in der CSU Die Lösung des Problemes könnte darin liegen sich in die größtmögliche Gegnerschaft, Feindschaft mit den Grünen zu versetzen und darüber Pluspunkte auf der rechten Seite zusammen.

00:15:48: Das dieses Konzept ist komplett gescheitert!

00:15:51: Wir sind nicht aus der Mitte verdrängt worden, wir sind da wo wir waren.

00:15:55: Wir behaupten unseren Platz glaube ich mit großer Stärke und wir wissen vor allem was wir tun!

00:16:00: Wir sind absolut klar und hart gegen Rechtsextremismus, gegen das was da aufzieht... Und die die unklar sind, die die nicht wissen wo sie hin sollen.

00:16:08: daher kommt es ja alles.

00:16:09: Das ist die Union und deswegen das Problem was die damit kreiert haben was die immer größer haben werden lassen hat nicht so einer Lösung geführt, sondern hat für sie das Problem am Ende vergrößert.

00:16:20: Ich glaube viele merken das jetzt an der Stille und es wäre gut wenn die Debatte in Deutschland sich mit den Fragen befasst, die tatsächlich die Zukunft des Landes betreffen.

00:16:32: ich glaube nicht dass wir rauskommen eine Debatte führen, die sich konstant um diese Fragen und diese Probleme dreht.

00:16:40: Und dass die Union auch nicht aus irgendeiner schwierigen Lage rauskommt wenn sie den Versuch macht darüber die Grünen zum Problem der Nation zu erklären irgendwie Profil zu gewinnen sondern das was es braucht ist ne Idee für die Zukunft auf die Leute wieder Lust haben wo es irgendwie Sinn ergibt, sich dahinter zu versammeln.

00:16:58: Ich kann das nicht für die Union, ich kann das auch nicht für SPD oder für die Linkspartei oder andere machen.

00:17:03: Das muss jeder für sicher arbeiten!

00:17:06: Was wir anbieten und wo ich das Gefühl habe dass es zunehmend stärker angenommen wird ist auf der einen Seite Die Klarheit darin, die wirtschaftlichen Fragen mit einem Aufbruch in eine neue Zeit, neue Technologien, neue Ideen, Unabhängigkeit.

00:17:28: Das was wir glaube ich alles brauchen aufzulösen und das zweite... für die Menschen das Leben real besser macht.

00:17:34: Dass die Preise sinken, dass der Strom günstiger wird und dass Mobilität einfacher wird.

00:17:40: Dass wir die ganzen Probleme, die wir gerade haben nicht abladen bei den Alleinerziehen, bei den Pflegekräften, beim Streichen oder bei der Jugendhilfe, sondern dass wir das verbinden mit einem Gerechtigkeitsangebot, dass wir alle gemeinsam sagen Wir haben jetzt eine Aufgabe aber dann fängt man nicht an das Land zu beschimpfen, sondern einen gemeinsamen Aufbruch zu organisieren.

00:17:59: Das ist glaube ich das was es braucht Das, was wir können dazu und ich glaube ehrlich gesagt das auch gerade CDU-und SPD gut beraten werden zu überlegen.

00:18:09: Was ist denn das?

00:18:10: Was wir anzubieten haben in die Zukunft und nicht das Heil darin zu suchen Sündenböcke zu identifizieren oder sich in Abgrenzung zur anderen zu definieren?

00:18:18: Glaubst du wenn jetzt so das wahlentscheidende Thema Nummer eins davor war es gar nicht Migrationspolitik Jetzt ist es eher wirtschaftliche Sorgen Die Leute wo die Leute ihre Wahl nachentscheiden.

00:18:30: Ich glaube so, dass die AfD da nochmal einen Einbruch erlebt weil sie vielleicht nicht so harte Antworten und klare Sätze umherschleudern kann wie bei der Migrationspolitik und das da vielleicht wieder demokratische Parteien ein Aufschwung erleben.

00:18:47: Ich glaube, man braucht eine plausible Antwort wie es in die Zukunft gehen kann und die AfD wird versuchen die zu geben im Sinne von Deindustrialisierung und schlechtreden des Landes.

00:18:59: Und die Frage ist, was stellt man dagegen?

00:19:01: Vielleicht mal an einem konkreten Beispiel nämlich dem VW-Werk in Zwickau.

00:19:05: ich war da vor nicht allzu langer Zeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesprochen.

00:19:11: das ist ein reines Elektrowerk.

00:19:12: Da werden nur Elektrautos gebaut.

00:19:15: Die Leute, die dort arbeiten, haben im Moment Sorge und Angst um ihre Jobs.

00:19:21: Weil der Hochlauf der Elektromobilität nicht in gleicher Geschwindigkeit passiert ist wie sie das dort geplant hatten und wie sie sich das vorgenommen hat.

00:19:29: Wir sind aber Feuer- und Flamme Autos für die Zukunft zu bauen.

00:19:33: Die sind Feuer und Flammen neue Technologien auf den Weg zu bringen.

00:19:35: Die haben eine ganze Abteilung aufgebaut, die sich um Kreislaufwirtschaft kümmert, um die Frage ... Wie kriegen wir Autoteile wieder zurück?

00:19:43: Das geht dann, wenn man es jetzt nicht nur der Standort Zwickau sondern auch weiter gedacht in die Chemieindustrie rein.

00:19:48: Wie bekommen wir eigentlich die ganzen Rohstoffe aus den Batterien zurück?

00:19:51: wie kann der Wertschöpfung entstehen?

00:19:52: gerade im Osten sind da wahnsinnig viele Möglichkeiten das Auszubauen und auch ganz viel angelegt Und ich glaube dass man gerade hier das für die ganze Region dort relevant den Leuten in Zwickow dort am Band sagen kann Wir werden dafür sorgen dass die Produktion hochläuft weil wir eigenständig werden uns vor China schützen, weil wir auf die neuen Technologien setzen.

00:20:14: Weil wir wissen dass wir nur dann faire Bedingungen hier haben wenn wir uns auch trauen auf den globalen Märkten dem ganzen Kontra zu geben was diese Bundesregierung auf europäischer Ebene im Moment torpediert.

00:20:28: und das ist glaube ich die Frage Die AfD wird eine Geschichte des Niedergangs erzählen.

00:20:34: sich an dieser Geschichte abzuarbeiten ist falsch.

00:20:37: Das, was man tun muss, ist eine andere Geschichte zu erzählen, wie es denn funktionieren kann und wie's gut werden kann am Ende?

00:20:43: Ich

00:20:43: kenne jetzt die Wahlergebnis aus Zwickau nicht, aber ich nehme an, dass die AfD da auch auf der einen ist in den Umfragen.

00:20:50: weißt du das oder nicht?

00:20:51: weil ...

00:20:51: Ich weiß nicht.

00:20:53: Warum gelingt das nicht?

00:20:55: Wenn die Lösung, wenn die jeden Tag sehen unser Werk hängt davon ab, dass diese Geschichte, die du erzählen willst Funktioniert, warum gelingt es dann nicht das im Wahlergebnis um zumindest?

00:21:06: Ist das eine politische Kommunikation oder ist das was für ein Problem?

00:21:09: Also ich weiß es nicht in Zwickau als Stadt wie die Umfragen da jetzt im Einzelnen sind.

00:21:14: Ich weiß nur dass mich hat mich sehr positiv gestimmt, dass es den Gewerkschaften gelungen ist in den Wahlen und in den Betrieben sehr gute Ergebnisse für demokratische Gewerkstoffzusammenhängebetriebsräte zu erzielen weil Rechtsextreme auch dort versuchen Fuß zu fassen.

00:21:33: Es ist ihnen nicht gelungen, es ist ihnen weder im Westen noch im Osten an den verschiedensten Stellen nicht gelunge.

00:21:38: ich glaube wir haben eine ganz starke demokratische Basis auf die wir setzen können.

00:21:43: gleichzeitig ist es aber tatsächlich so dass wir im Moment bei dem was die Bundesregierung tut nicht Erneuerung und Zukunftswillen entstehen sehen sondern Frust und Abwendung von Demokratie.

00:22:00: Das hat zum einen mit dieser Frage zu tun Zukunfts- und Vergangenheit, also haben wir eine Idee wie man in die Zukunft rauskommt?

00:22:07: Das hat aber ne zweite Komponente und diese zweite Kmponente ist wenn wir jetzt Veränderungen brauchen, wenn wir große Reformen vor uns haben, wenn riesige Investitionen getätigt werden müssen, wenn die Sozialsysteme fit gemacht werden wer trägt eigentlich die Lasten bei alle dem?

00:22:25: Und ich glaube, wenn wir das nicht geklärt kriegen diese Frage dann wird es in Deutschland immer mehr und immer mehr Frust kriegen geben.

00:22:36: Das was Friedrich Merz ja gerade macht ist und man kann das durchgehen.

00:22:39: Es waren erst die Menschen im Bürgergeld, die faul waren.

00:22:42: da war mal quasi der Nukleus dieser Debatte Die Ausländer, die faule waren weil die zweite Gruppe.

00:22:48: Dann haben wir irgendwann die Lifestyle Teilzeitdebatten gekriegt.

00:22:51: also Suggerierend, dass große Teile Deutschlands eigentlich im Lifestyle- oder Ölteilzeit sind.

00:23:00: Kurz die zwei Sätze machen einen Punkt und dann freuen wir über Nachfragen.

00:23:05: Dann sind es die Studentinnen und Studenten jetzt gerade zuletzt gewesen, von Frau Bär als Vollkasko-Studium bezeichnet.

00:23:16: Und so weiter und sofort!

00:23:17: Gleichzeitig sieht man das Serialtarifvertrag bei der Charité wird gekündigt weil die Kürzungen auf Bundesebene so angelegt sind wie sie sind.

00:23:25: also wenn man etwas aufsetzt an Reformen, was gegen jede einzelne Gruppe die es in dieser Gesellschaft gibt geht.

00:23:32: Dann muss man damit rechnen dass es Widerstand gibt.

00:23:34: dann wird das nicht ohne Widerstand gehen und ich glaube das was gerade passiert ist genau das falsche.

00:23:39: eigentlich bräuchten wir als Land eine gemeinsame Aufbruchsstimmung und ein Erneuerungswillen und ich glaub der könnte auch da sein.

00:23:45: das was wir erleben ist eine sich zuspitzende Wut und die Wut richtet sich gegen diese Bundesregierung.

00:23:53: Wenn dieser Mechanismus nicht gedreht wird, wenn das nicht funktioniert es andersrum zu machen dann würde Friedrich Merz ganz schwer haben Dinge überhaupt durchzusetzen.

00:24:06: Ich habe mich gerade nur gefangen bei der Leiste Teilzeit-Debatte.

00:24:09: da erinnere ich mich an die Analyse von Robin Alexander bei Ilna glaube ich war das der damals gesagt hat ihr als Grüne euch bewusst auf diesen Begriff gestürzt habt, weil ihr wusstet was man damit machen kann.

00:24:21: Dass der Emotionen auslöst und ich glaube es ging ja damals um Parteitagsantrag.

00:24:28: Bewusst dass alles missverstanden hat.

00:24:31: also glaubst du manchmal benutzt ihr auch diese Mittel der politischen Kommunikation das ihr so merkt?

00:24:39: Das ist jetzt ein Begriff den können wir ausschlachten!

00:24:42: Und kann man da auch selbst kritisch sagen muss auch nicht sein.

00:24:47: Also Dinge funktionieren in einer öffentlichen Debatte nur, wenn am Ende eine Anlage dafür da ist?

00:24:58: Wenn ich das gesagt hätte in dieser Situation und es wäre überhaupt nicht irgendwie denkbar gewesen, niemand hätte dem Glauben geschenkt dann wäre es auch nicht so groß geworden als Diskussion.

00:25:11: Und insofern ist es nicht dieser eine Moment, diese Frage nach der Lifestyle-Teilzeit.

00:25:16: Sondern das ist die Situation, dass sich Friedrich Merz im Inderwos beim Weltwirtschaftsforum hinsetzt und sagt, die Schweizer arbeiten zwei Hundert Stunden mehr.

00:25:25: eigentlich sind sie in Deutschland alle.

00:25:26: Und da sitzen Sie jetzt in den ganzen Milliardären und Millionäre vor ihm und erzählt ihnen, die einfachen Leute in Deutschland sind faul.

00:25:32: Das ist die Aussage mit der er dort auf Inderws unterwegs war.

00:25:35: Die Zahlen sind falsch.

00:25:36: aber um da jetzt nicht zu lange darauf einzugehen dann stellt er sich auf die verschiedensten Parteitage und erklärt immer wieder, wenn wir nicht endlich an den Punkt kommen, dass alle mehr arbeiten werden.

00:25:53: Dann kommt am Ende die Lifestyle-Teilzeit drauf.

00:25:56: und haben sie noch nicht daraus gelernt.

00:25:58: Irgendwann kommt das Vollkasko-Studium als zusätzlicher Punkt.

00:26:02: Da muss man irgendwann sagen entweder ihr wollt diese Botschaft senden Dann müsst ihr mit dem Echo leben oder ihr wollt sie nicht senden und das ist nicht eure Sicht auf die Dinge, dann solltet ihr vielleicht aufführen diese Botschaft immer und immer wieder zu senden auch Karsten Winnemann Spezialist für dieses Feld.

00:26:18: Einfach mal machen!

00:26:19: Ja einfach mal machen und einfach mal Machen bedeutet als erstes alle im Bürgergeld als Frau zu beschimpfen.

00:26:25: Alle die irgendwie mit Migration in Verbindung gebracht werden, als faul zu beschimpfen.

00:26:32: Am Ende sich Mioska ins Studio zu setzen und auf die Frage wer ist denn jetzt wirklich zur Faule in Deutschland zu antworten?

00:26:39: Die Rentnerinnen und Rentner arbeiten so wenig.

00:26:42: Wörtlich Aussage aus dem Interview bei Karen Mioskar.

00:26:46: Vielleicht muss die Union ein bisschen auch mal im Grundsatz ihr Verhältnis zu Deutschland klären.

00:26:53: also ich habe nicht das das Gefühl, wenn ich mit den Leuten in Deutschland rede, dass die alle der Bank weg nach Faul sind.

00:27:00: Ich hab das Gefühl einfach nicht.

00:27:02: und wenn man mit dieser Haltung in das Land tritt dann braucht man sich nicht wundern, wenn das zurückkommt und wenn mal dann das Wort Lifestyle Teilzeit in den Raum stellt, dass es dann auch aufgegriffen wird und plötzlich alles so ein Gefühl haben von Es irgendwann reicht's auch, irgendwann ist auch gut!

00:27:16: Und deswegen ums ins Positive zu drehen wir müssen in Deutschland, und das ist eine Aufgabe glaube ich des Kanzlers allen vorne weg.

00:27:26: eine Debatte haben, die Zutrauen in die Menschen hat.

00:27:30: Und die Zudrauen darin hat das die Leute was tun wollen und dass sie eigentlich die Bedingungen dafür brauchen und dass Sie die Technologien, die da für notwendig sind.

00:27:40: als bei Bosch in Stuttgart Arbeitsplätze gestrichen werden sollten bin ich hingefahren und hatte dort eine Diskussion.

00:27:52: der Betriebsrat hat das organisiert Und selbstverständlich hat jede und jeder in diesem Raum nur ein Ziel, nämlich gute Arbeit in der Zukunft zu machen.

00:28:02: Die wollen alle arbeiten die wollen was tun.

00:28:05: und das Problem dort bei Bosch war auch die Technologien.

00:28:07: Die neuen Technologin sind nicht schnell genug hoch gelaufen.

00:28:10: deswegen hatten sie quasi nicht genug Möglichkeiten ihre Dinge abzusetzen.

00:28:14: Deswegen mussten genau in diesen Zusammenhängen quasi Jobs abgebaut werden.

00:28:20: Deutschland hat nicht das problem dass wir irgendwo zu schnell in Elektromobilität oder irgendwas werden.

00:28:25: Wir haben das Problem, dass wir zu langsam sind und nicht gut genug sind.

00:28:29: Das zu ändern ist was man politisch auf den Weg bringen muss.

00:28:32: Dann gibt es so viele Leute die einfach nur darauf warten loszulegen und Lust zu haben diese Zukunft zu gestalten.

00:28:38: Leider ist es gerade nicht so, dass Friedrich Merz Lust drauf macht.

00:28:42: Darf ich ganz kurz an dem Punkt noch anknöpfen?

00:28:45: Weil du sagst ... oder dich zu deinem Verhältnis zu Deutschland, dann fragen wir uns zu diesem Rebformen.

00:28:50: Glaubst du denn dieses gesamte Reb-Form vorhaben was wir jetzt im Sommer vor uns haben?

00:28:55: Oder in den nächsten Jahren wird gelingen ohne dass man bestimmten Gruppen sagt ihr müsst mehr arbeiten?

00:29:01: also brauchen wir keine Erhöhung der Wochenarbeitszeit brauchen wir kein späteres Renteneintritt Alter glaubst du es wird gehen?

00:29:06: Also ich glaube das ist ja ein Kern das worauf die Union zielt und ich gebe direkt dass es manchmal in der Kommunikation dann Teil drüber kommt.

00:29:15: aber Ich kann jetzt ja um bestimmte Sachfragen, wo sie sagen, man muss mehr gearbeitet werden.

00:29:19: Glaubst du es wird, den diese ganze Reform lasst ohne dass mehr geararbeitet werden muss in einem Bereich?

00:29:26: Also zwei Punkte dazu.

00:29:27: das eine ist sehr viele Menschen wollen gerne mehr arbeiten.

00:29:32: also wenn Frauen in Deutschland so viel arbeiten könnten Wie sie tatsächlich arbeiten wollen, also wie Sie selber als Wunsch formulieren zu arbeiten.

00:29:43: Dann hätten wir achthunderttausend Vollzeitstellen in Deutschland mehr im Markt.

00:29:47: aber sie können nicht weil die Kinderbetreuung nicht da ist wo sie sein sollte als einen ganz zentralen Punkt und weil die Bedingungen dafür nicht gegeben sind Deswegen zu sagen, wir ermöglichen es, dass diese Frauen so viel arbeiten können und beruflich stärker einsteigen können, erfolgreich sein können wie sie es gerne hätten.

00:30:07: Dann hat das eine Anmutung von Let's Do It!

00:30:10: Lass uns zusammen versuchen.

00:30:11: Das hat das aber nicht weil wir die ganze Zeit Debatten andersrum führen Sie seien zu faul oder?

00:30:16: Die Frage von älteren Menschen.

00:30:19: Wir haben so viele Situationen in denen gerade ältere Menschen in den Betrieben die allerersten sind, die rausgeschmissen werden.

00:30:28: Die nicht mehr im Unternehmen gehalten werden.

00:30:32: Wir haben frühverrentungsprogramme, die in ganz vielen Teilen auch gegen den Wunsch von Leuten geht.

00:30:37: Da sind ganz viele Leute in den Betrieben, die würden gerne mehr arbeiten wenn die Aufträge da sind, wenn die Möglichkeiten da sind Wenn sie gebraucht werden, wenn wir irgendwie Business-Cases, Businessmodelle finden für das Unternehmen um das auf den Weg zu bringen und Arbeitszeitmodelle, die für ihr Leben passen.

00:30:55: Und das, was die Leute in den Betrieben erleben und deswegen klingt das für dir auch so sehr nach wie Hohn ist.

00:31:04: Dass sie Schichten nicht mehr arbeiten.

00:31:06: Zwickau um das Beispiel zu nehmen.

00:31:07: da sind Schichten einfach eingestellt worden.

00:31:09: So die Arbeiten weniger.

00:31:10: Die würden gerne arbeiten.

00:31:11: also lasst uns darüber reden wie wir ihnen die Möglichkeit geben mehr zu arbeiten.

00:31:17: Lass uns nicht darüber reden, dass in Deutschland die Leute zu faul wären und wir aus dieser Perspektive ihnen nur noch mehr Druck entgegenbringen müssen.

00:31:26: Und dann werden sie schon spuren.

00:31:27: Diese paternalistische Art von Politik und auf Deutschland zu gucken wird das Land am Ende nicht voran bringen.

00:31:35: Also wenn die Rahmenbedingungen stimmen muss keine besondere Gruppe eine weitere Last noch tragen?

00:31:41: Eine Gruppe wird ja interessanterweise immer raus gelassen in der Debatte und das sind die, die sehr viel haben.

00:31:49: Und deswegen müssen sie mehr beitragen.

00:31:56: Situation in der Frage wer trägt eigentlich die steuerlichen Lasten, dass die in der Mitte das große Volumen am Ende der Steuern zu zahlen haben.

00:32:03: Die unteren Zahlen nicht viel steuern aber die Sozialabgaben und die, die am ende substanziell weniger im Verhältniszahlen sind, die alle reichsten.

00:32:12: Das heißt wir müssen Steuerlücken schließen.

00:32:14: ich könnte jetzt Zicksteuerlücken aufzählen steuerlichen im ungefähr größten ordnung.

00:32:19: dreißig fünfunddreißig milliarden euro durchbruch stabiert also über sechsundzwanzig millionen.

00:32:23: keine erbschaftsteuer mehr.

00:32:24: ab dreihundert wohnungen erbschaffend hat man auch keine abschaft steuern.

00:32:27: ich könnte das jetzt durchdecklinieren so die müssen mehr beitragen.

00:32:32: das ist so.

00:32:32: und eine zweite sache wir brauchen substanzielle struktur reformen.

00:32:37: also ohne substanziere form geht es nicht.

00:32:39: wenn man sich anschaut dass gerade in der Gesundheitsversorgung ganz viele Operationen gemacht werden, obwohl sie kein Mensch braucht.

00:32:52: Dass Sie in ganz vielen Kliniken vorgehalten werden immer die Vorhalte kosten für bestimmte also Knieoperationen, Hüft-Operationen alles mögliche weil unser System mit den DRGs also Fallpauschalen darauf angelegt ist dass man so im Klinikengeld macht Dann kostet, dass wir das teuerste Gesundheitssystem über eine Milliarde jeden Tag, die ausgegeben wird im Gesundheitssystem.

00:33:15: Und man könnte da enorme Einsparungen machen.

00:33:18: Wir haben Einsparung in der Größenordnung von ungefähr vierzig Milliarden Euro vorgerechnet und das im Einzelnen durchdekliniert ohne es am Ende mit Kürzungen zum Beispiel zu Lasten der Pflegekräfte zu machen.

00:33:29: Weil das geht nicht!

00:33:30: Dass man keine dieser Reformen macht, die sogar ausbremst Reformen, die wir in der letzten Legislaturperiode angeschoben haben.

00:33:38: Und gleichzeitig dann sagt Wir kürzen einfach was am Ende zu Lasten der Pflegekräfte gibt geht in der Anarcherité hier in Berlin ab.

00:33:48: zwanzigundzwanzig oder ja vielleicht also um zwanzigerum ungefähr Haben die Pflegekräfte sich auf den Weg gemacht und haben einen Entlastungstarifvertrag durchgesetzt und verhandelt, der ihnen die Möglichkeit gibt anständig zu arbeiten.

00:34:01: Dass dem Beruf attraktiver macht Leute, lieber diesen Beruf machen und am Ende die Qualität besser machen.

00:34:11: Und dieser Tarifvertrag wurde jetzt gerade von der Charité gekündigt, weil sie gesagt haben ist nicht mehr zu bezahlen mit den neuen Reformen, die wir im Bund sehen.

00:34:18: Das geht nicht.

00:34:19: Man kann nicht diese ganzen Reformen ins Schaufenster stellen und das am Ende auf dem Rücken der Pflegekräfte austragen, die noch in der Coronazeit beklatscht haben.

00:34:27: Da muss jeder sehen dass das am ende das Land nicht aushält, diese Art von Politik.

00:34:34: Gesundheit einsparen, über was für ein Zeitraum?

00:34:38: Ja das sind große Reformen die auf den Weg gebracht werden müssen.

00:34:41: Manche gehen schneller manche gehen langsamer.

00:34:44: wenn man die Krankenhausreform umsetzen würde dann dauert es ein paar Jahre.

00:34:49: dass ist dann ansteigend.

00:34:50: wir brauchten eine Notfallreform also des Notfallwesen dass Leute frühzeitig in die entsprechenden Bahnen gelenkt werden.

00:34:59: Da sind kurzfristige Maßnahmen, zum Beispiel den Herstellerrabatt bei Medikamenten so verändern.

00:35:04: Dass wir zwei-drei Milliarden da kriegen kann man schnell machen.

00:35:07: Anderes ist etwas was auf der Strecke wird.

00:35:09: Und in welchen anderen Bereichen siehst du noch Ansprungspotenziale?

00:35:12: In der

00:35:14: Rente haben wir den Vorschlag gemacht dass wir den Rentenübergang neu... organisieren.

00:35:22: Dann im Moment die Situation, dass das reale Renteneintrittsalter von Menschen und darum geht es ja wie lange arbeiten Leute real?

00:35:29: Nicht welche Zahl, siebenundsechzig, siebzig was da letztlich irgendwie durch die Welt gegeistert ist.

00:35:36: Das ist nicht relevant sondern relevant ist die Frage wie lang arbeiten Menschen wirklich?

00:35:42: Im Moment ist das knapp über vierundsechzig.

00:35:45: Und wir haben gesetzlich im Moment das Ziel, bis zweizehntausenddreißig auf siebenundsechszig hochzukommen.

00:35:51: Das zu erreichen, schafft man dann wenn man die Rente mit dreiundsechtzig im Volksmund erneuert und in ein anderes System überführt nämlich – und das haben wir vorgeschlagen – dass tatsächlich nur noch die Menschen, die gesundheitlich wirklich nicht mehr können, dann auch aussteigen.

00:36:10: Die müssen das, dass es ohne Zweifel alle anderen können aber tatsächlich länger arbeiten.

00:36:16: Nämlich in der Reaktion.

00:36:18: Wir laufen hoch auf die siebenundsechzig bis zweitusendereinunddreißig.

00:36:22: Das läuft sowieso jetzt ab.

00:36:23: Das heißt wir haben im Moment gar keinen Entscheidungsbedarf sondern die Frage ist dann wie geht es dann weiter?

00:36:29: und deswegen ist für uns total klar bleiben bei diesen sieben und sechzig.

00:36:36: Und überlegen uns in diesem Kontext, wie wir das schaffen können, diesen Hochlauf tatsächlich real werden zu lassen?

00:36:44: Das braucht eine andere, da war ich gerade gesagt an, das anderen Unwahr mit Frühverrentungsprogrammen.

00:36:48: Andere Frage die sich darauf bezieht, wie mit älteren Menschen den Betrieben umgegangen wird.

00:36:54: Die sich aber auch auf die Frage beziehen welche Möglichkeiten haben denn Unternehmen dann Rentnerinnen also noch nicht Rentnerin, aber ältering Menschen bevor Sie in Rente gehen Zugänge zur Arbeit zu geben?

00:37:04: und eine Sache, die in der zumindestens Denkrichtung nicht falsch ist.

00:37:09: In der Umsetzung ja, in der Denk-Richtung jedenfalls nicht falsch is'.

00:37:12: Menschen auch zusätzlich die Möglichkeit zu geben länger zur Arbeit.

00:37:17: So da ist technisch würden wir das anders machen.

00:37:19: Das ist jetzt vielleicht ein bisschen zu viel Technik.

00:37:21: aber in der grundsätzlichen Idee einen Anreiz zu geben dass Leute dann auch länger arbeiten ist gut Und dann wird man mal auf der Strecke schauen müssen, wie weit man an der Stelle kommt.

00:37:31: Aber fiktive Debatten über irgendwelche Zahlen und Siebzig... ...und Leute nehmen das wahr als die Zerstörung der gesetzlichen Rente.

00:37:39: Das macht Leuten Angst!

00:37:40: Über siebzig Prozent der Menschen in Ostdeutschland sind ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen.

00:37:46: Denen zu sagen nach allem was bei euch durch ist über die letzten dreißigvierzig Jahre machen wir euch jetzt auch noch die gesetze Rente kaputt Wirklich, ich finde das ist ein Affront gegen die Menschen, die dort gearbeitet haben über so viele Jahre.

00:38:02: Die sich darauf verlassen dass sie eine anständige Rente im Alter kriegen.

00:38:05: und das heißt die Vorschläge, die wir gemacht haben sind Reformmöglichkeiten.

00:38:10: Das was man in was ich gerade beschrieben habe in der Umgestaltung des Übergangs kann ungefähr hat grade eine Studie dazu geben ob gestern oder vorgestern zehn Milliarden Euro bringen.

00:38:21: Das ist substanziell.

00:38:22: damit kann man etwas machen ohne in den Diskurs einzusteigen der dauernden Zerstörung und Kaputtmachung machen jetzt auch die gesetzlichen Rente.

00:38:30: Und diese Punkte zu haben, zu sagen Reformen ja das zu machen was notwendig ist und gleichzeitig aber diesem Diskurs von Sozialstaatsabbau Kürzungen kaputtmachen dem nicht.

00:38:43: Andere sagen

00:38:44: Bezahlbarkeit.

00:38:46: Also bezahlbarkeit bin ich...

00:38:48: ...der Wende.

00:38:49: Dazu habe ich ja gar einen Vorschlag gemacht, wie man die zehn Milliarden an der Stelle schon mal kriegen kann.

00:38:55: Und das ist ja die relevante Frage, die man beantworten muss.

00:38:59: also zum einen haben wir machbare reale Vorschläge und auf der anderen Seite ist es nicht ein Wert dass wir eine Rente haben, die verhindert das Menschen in großer Zahl wenn sie im Alter sind.

00:39:12: In Altersarmut rutschen.

00:39:14: Ich finde das hat ein Wert und ich finde Das ist etwas mit dem ich nicht leicht fertig umgehe Und wo manchmal wenn sich auch wieder sowas friedlich-merz und dann noch zum bankenverband stellt.

00:39:24: Naja hatte beim bankenverband gesagt gesagt Die rente hat zukünftig nur noch einen basis absicherungsfunktion so wo ganz deutschland sich gefragt hat, was heißt das für mich?

00:39:36: Was ist denn die Basisabsicherung in Zukunft?

00:39:38: Ist es quasi die Zerstörung meiner Ansprüche der gesetzlichen Rente.

00:39:43: Man kann ein Land nicht jeden Tag wieder in Aufruhr versetzen mit irgendeiner Bemerkung und irgendeine Idee, die man immer noch abnimmt weil ich glaube tatsächlich dass das in seinem Kopf ist diese Ideen ohne dabei einen Plan zu haben wie man eine Reform tatsächlich macht.

00:39:59: und Reformen sind möglich die am Ende das die Systeme besser machen aber nicht alles kurz und klein schlagen, sondern den Menschen eine sinnvolle, gute Absicherung für die Zukunft geben.

00:40:09: Jetzt ist bei der Rente ja irgendwie schon gefühlt seit hundert Jahren klar, dass diese Rechnung am Ende nicht mehr aufgehen wird – das ist einer Reformbedarf!

00:40:18: Du meintest ja auch gerade als Grüne Volt sehr viele große Reformen auf dem Weg bringen, die aber auch lange dauern können?

00:40:26: Wie schaffst du es zu sagen?

00:40:28: ich gehe jeden Tag da in den Bundestag rein Arbeiter an diesen Reformen hat mein Durchhaltevermögen.

00:40:35: Ohne zu sagen, jetzt resigniere ich und ich hab das Gefühl so meine tatsächliche Wirkungsmacht ist gar nicht so groß wie man vielleicht annehmen kann.

00:40:45: Also ich finde dass es die die Basis der Arbeit als Bundestagsabgeordneter Und Ich finde Das Ist ein Privileg Dass wir Haben So Eng An Den Dingen Arbeiten Zu Dürfen Die Des Land in Zukunft gestalten und prägen.

00:41:04: Und bei mir gibt es gar nicht den Gedanken im Sinne von, dass ich morgens nicht mehr motiviert sein könnte, dass sich frustriert sein könnte mit den Entfaltungsmöglichkeiten deinem Bundesrat – da muss man's machen!

00:41:16: Da muss man sich den Raum nehmen, dann muss man überlegen was man beitragen kann.

00:41:20: Jeder der irgendwie Frustrationen mit dem eigenen Bandart hat, der kann das niederlegen, der so etwas anderes machen.

00:41:25: Ich finde ehrlich gesagt, diese Einstellung dieser Gestaltungswilleverraussetzung dafür ist einen Mandat sinnvoll auszufüllen.

00:41:34: Und auch ich sehe so viel Ungerechtigkeit da draußen und so viele Dinge, die mich jeden Tag antreiben.

00:41:40: Und für Menschen, die sich auch ehrlich gesagt doch verlassen, dass man da anstatt gearbeitet macht... Das ist jetzt nicht das, was mich täglich beschäftigt!

00:41:49: Aber auch wenn jetzt so global so viele Krisen sind könnte man ja auch sagen okay eigentlich sitzen wir nur hier in Deutschland und müssen die ganze Zeit reagieren.

00:41:58: Es kommt Corona es kommt ein Ukraine-Krieg.

00:42:02: Hast du nicht manchmal das Gefühl, man wird getrieben und läuft die ganze Zeit dem Ball hinterher anstatt so aktiv wirklich das Spielfeld strategisch bedienen zu können?

00:42:13: Ich weiß, worauf du hinaus willst.

00:42:16: Und es ist natürlich eine sehr reale Frage wenn man aus diesen globalen Kontexten kommt also... Corona das Land beschäftigt hat und überfallen hat.

00:42:28: Und die Frage der Ukraine-Krise, in der wir sind nicht in die Regierung damals gegangen um mit dem Angriffskrieg Putin als allererstes konfrontiert zu sein ein US-Präsident, der völlig ohne jegliche Notwendigkeit am Ende die Straße von Hormuz quasi geschlossen hat muss man ja sagen sie war offen davor.

00:42:48: jetzt ist sie zu und damit Deutschland Europa in die nächste Krise gestürzt hat.

00:42:54: Und meine Macht reicht nicht aus, all unsere Macht reicht auch nicht aus um das im Handumdrehen zu verbessern und dass das alles morgen weg wäre.

00:43:06: Das was für mich wichtig ist, ich habe eine Perspektive und dass wir eine Perspective aufzeigen wie man aus dem ganzen Scheiß rauskommt scheiß umgehen kann.

00:43:18: am ende also wenn wir über die frage von technologie von erneuerbaren von unabhängigkeit und resilienz und all diesen fragen reden dann machen wir es ja dafür am ende zu sagen dass wir wirkmacht bei uns behalten das wir hier in europa in der lage sind mit sonne mit wind mit technologien mit allem was wir haben uns selber eigenständiger aufzustellen stärker aufzustelle.

00:43:44: und dann ist das ein prozess.

00:43:46: Und dann wird es da Rückschläge geben und dann wird das immer wieder Situationen geben, indem man denkt dass was da draußen passiert hat eine derartige Wirkmacht.

00:43:55: Dass man es vielleicht überwältigend empfinden kann.

00:43:59: Für mich hilft sich dann wieder zurückbesinnen auf das, was wir tun können.

00:44:02: Und jeden Tag weiter das voranzutreiben, was am Ende die Wirkmacht aufrechterhält und dass halt unabhängig werden an der Stelle.

00:44:08: Das ist doch ein schönes optimistisches Schlusswort!

00:44:12: Dann werden wir uns vielleicht irgendwann wiedersehen und schauen ob die Reformen geklappt haben, ob sie in eurem Sinne geklapt haben.

00:44:17: Ganz am Ende darfst du dir wie jeder Gast bei uns ein Lied wünschen?

00:44:22: Welches Lied wünsche dir und weshalb?

00:44:25: Ähm ... Das ist ein bisschen kitschig, vielleicht.

00:44:30: Aber ich finde man muss sich selber immer wieder aus dem Moment gönnen wo man sich selber ein bisschen aufmöbelt.

00:44:36: und wenn ich von Sia an Stopper höre dann möbelt mich das persönlich auf und vielleicht auch diejenige... So schon einen mitgenommen!

00:44:51: Ich glaube es muss Desperate sein

00:44:53: Wunderbar, dann hören wir das und liken dir wer da zu

00:45:34: bei uns warst.

00:46:16: Vielen Dank!

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